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Die Suche nach einem Kaffeevollautomaten

Mein Nachbar hat eine De Longhi, die es aber auf dem deutschen Markt nicht gibt.

Ich erkannte recht schnell, der Touchscreen ist „in“.

Ein örtlicher Fachhändler schaffte es nicht, die Nivona und die App zusammenzubringen. Nach dem Einschalten erschien aber das letzte Rezept.

„Dann machen sie halt das und drehen einfach eins nach rechts oder links. Mehr braucht man ja nicht.“

Auf die Frage, ob die Dame unter diesen Umständen ernsthaft auch 1.300 Euro ausgeben würde, wäre sie an meiner Stelle, erhielt ich keine Antwort.

 

Bei Jura im Laden war es besser. App und Maschinen verbanden sich. Zwar war die App sehr träge, beim Rechtswisch überhüpfte sie mit der Bedienungshilfe Voice Over den Latte Macchiato, mit Linkswisch war er da. Ich tippte ganz schnell zweimal – Espresso kam. Das wurde leider nicht viel besser, ein Jammer.

Zwei Wochen später: Auf meinen Besuch im Laden hin gab es wohl ein Update, die App von Jura läuft jetzt mit Siri.

 

Viele Maschinen ließen nicht jedes Getränk ganz einfach für mich erreichen. Im Mediamarkt lud ich mir die App von Siemens, da stand auch eine Maschine. Leider wollte man dort nicht die Maschine und mich zum Testen ins W-LAN lassen, dann halt nicht. Ich kann die Katze nicht im Sack kaufen.

Ein Geschäft stand noch aus, dazu in einem gesonderten Eintrag mehr. Die haben mein Problem erkannt und alles getan, was in ihrer Macht stand, mir zu helfen.

 

Da ich diverse Firmen angeschrieben hatte, antwortete Elektro Engelhardt aus Eckental. Ja, die Siemens lässt sich mit der App Home-Connect und Alexa bedienen, sie haben sie aber leider nicht da. Ein Link zu einem Youtubefilm wurde mir geschickt und ich rief den Youtuber an. Ja, die Maschine macht Getränke per App, Reinigungsdialoge usw. gibt’s leider nicht über die App. Schade. Auch der Hinweis, dass die App einfach nur das Display ersetzen soll und wir Blinde auch Dialoge weiter klicken können, brachte beim Hausgerätedienst, der zu Bosch ausgelagert ist, (noch) kein Umdenken. Da ist man noch dabei, dem Blinden nicht zuzutrauen, eine Tasse unterzustellen, wenn die Maschine spült und man muss ja auch den Kaffeesatzbehälter leeren. Für uns wäre es einfach toll, wenn das IPhone auch sagt, was auf dem Display steht und man nach den jeweiligen Schritten den Dialog weiterklicken kann. Das Smartphone als Fernbedienung für das Gerät - anstelle des Touchscreens. 

14.9.19 15:34

Letzte Einträge: Haushaltsgeräte für Blinde, Mein Kaffeevollautomat ist eine Nivona 9, Stürmischer Herbst, Meine Vogelgesellschaft am 2. November 2019, Segnung

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