schwedenlady

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Mit Sohnemann allein im Hotel

Mittwoch, 04.09.2019
Ich habe Frau Helene besucht. Ihre Schwiegertochter war auch da und wir haben Seelen gegessen. Das ist eine oberschwäbische Spezialität, ähnlich einer Laugenstange, nur eben als Brötchen, so ungefähr. Gegen 18.30 Uhr habe ich mit dem Taxi Sohnemann abgeholt.
Der Rezeptionist ist mit uns im Hotel Residenz in Ravensburg zum 2. Stock hochgefahren, durch eine Glastüre, ins Treppenhaus. Dort gab es zur Hälfte der Treppe ein Geländer, dann ging’s ohne um die Kurve und weiter mit Geländer. Unter dem Dach befand sich das Apartment. Sohnemann wurde das Türsystem mit Chipkarte erklärt. Wir haben uns erst mal eingerichtet und dann noch im Hotel etwas im Lokal Muke getrunken. Mein Sohn erzählte, er hätte auf der Gruppe gegessen.
Gegen acht duschte er, ich danach. Er sah Fern, Sendungen über Käserei usw. auf dem 3. Programm „Baden-Württemberg“, wie er immer sagt. Ich war völlig fertig und schlief. Mein Sohn war im Wohnzimmer „Aufgebettet“, wie das Hotel so schön schreibt, ich im Schlafzimmer. Das Wohnzimmer hatte keine gesonderte Türe, wohl aber das Schlafzimmer. So schloss ich meine Türe und er hatte sozusagen auch ein Einzelzimmer. Um 22.00 Uhr stand ich auf, wollte ihn just an die „Bettzeit“ erinnern, wie er immer sagt, da war er aber schon im Bad, sich nachtfertig zu machen.

Donnerstag, 05.09.2019.
Beim Frühstück wurde uns hervorragend geholfen! Mein Sohn bekam einen Kakao, er bediente sich selbst am Buffet und ich bekam Hilfe. Hervorragend. Wir liefen zum Bahnhof. Das klappte ausgezeichnet, auch über die drei Ampeln. Dann mit der Bodenseebahn nach Friedrichshafen. Dort schafften wir den Katamaran Richtung Konstanz.
Ich organisierte ihm eine Cola, mir ein Wasser, eine Dame half uns mit den Getränken.
Sohnemann erkennt die Euroscheine, wenn ich ihn frage, was dieser oder jener Schein für einer ist.

Im Sea Life ging alles glatt - wie immer. Er fotografierte die Pinguine, „ohne Blitz“, wie er sagte. Er ließ sich wieder ein Fossil in einem Plastikwürfel schenken.
Dann gingen wir im Regen zur Pizzeria Casa Blanca. Er aß Nudeln in Butter geschwenkt, ich einen gemischten Salat mit Putenstreifen.
Es regnete – auch noch in Ravensburg – deshalb fuhren wir mit dem Taxi zum Hotel.

Wir ruhten uns bis 18.00 Uhr aus. Dann gab’s im Muke für uns Käsespätzle. Ich glaubte, ich hörte nicht richtig! Als wir nach einem kleinen Salat dazu gefragt wurden, bestellte mein Sohn einen (ich hatte ja mittags schon) und er aß ihn auch. Er wollte dann noch eine Kugel Eis, ohne alles, ich einen Kaffee.
Beim Abendessen sagte ich:
„Morgen müssen wir packen.“
Das Fläuschchen antwortete:
„Koffer packen. Koffer schwer machen.“
Ja! Ich liebe diesen feinen Humor! Morgen noch eine Kostprobe.
Er sah wieder „Baden-Württemberg“ und ich schlief, erinnerte ihn aber um 22.00 Uhr an die „Bettzeit“.

Freitag, 06.09.2019
Es wollte jemand um sieben aufstehen und tönte da gestern auch den ganzen Tag kräftig damit. Nein, nicht um halb acht. Also weckte ich um sieben. Grummelgrummel, im Bett umdreh.
„Bleib liegen bis um halb acht“, meinte ich und drehte die Reihenfolge im Bad um. Beim Frühstück bekamen wir wieder hervorragend Hilfe. Wir machten die Rucksäcke schwer und Sohnemann sah das Taxi zuerst.
In Stuttgart fand er den Weg zum Klo, „WC, Schild“ das Klo und ich gab ihm Kleingeld, 1 Euro. Wir wurden vorher angepampt, wir sollen warten, die andern machen das ja auch. Sohnemann hat’s wohl nicht so mit dem Umreißen von den Enden einer Schlange und ich sehe es nicht. Da passierte das Vordrängen unabsichtlich.
Hauptsache, Sohnemann ging. Ich hatte genug Stress und wartete bis N., nicht, dass ich wieder angeschnautzt würde, weil Pascal die Gepflogenheiten nicht erkennt und ich das Schlangenende nicht sehe. Es reichte mir. Ich ziehe mich dann meist zurück, wenn ich traurig bin. Ich kann ja auch nichts dafür.
Kurz vor unserer eigentlichen Ankunftszeit wurde eine andere Haltestelle angesagt, deshalb konsultierte ich die App „DB Barrierefrei“.
Dort übersah ich die Bahnhofstafel in N.
„Super, 10 Minuten Verspätung. Keiner teilt’s uns mit, dazu muss man die App befragen.“
Sohnemann darauf:
„Deutsche Bahn, langsam.“ Herrlich, wie gesagt, ich liebe diesen feinen Humor.
In N. holte uns der flauschigste Ehemann und Vater vom Bahnhof ab und auch meinem inneren technischen Druck wurde abgeholfen.

Ich finde es mit Sohnemann im Hotel besser als die ewige Taxikurverei zwischen Gruppe und den anvisierten Zielen. Es ist stressfreier. Kein Taxi muss so koordiniert werden, dass wir hinterher alle Züge erwischen. Sohnemann hat das mit der Chipkarte sehr großen Spaß gemacht. Ich glaube, ihm hat’s im Hotel gefallen.

14.9.19 13:54

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