schwedenlady

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Verrohung und Vandalismus

Unsere Stadt bekommt, wie viele andere auch, eine Sicherheitswacht. Diese soll  Ansprechpartner für die Bürger sein und bei größeren Schwierigkeiten die Polizei verständigen.

Am Dienstag, dem 12. März 2019 gegen 01.30 Uhr in der Nacht zogen junge Männer grölend durch die Siedlung. An unserem Garten wurde eine Zaunlatte abgebrochen. Ich habe Angst vor eindringenden Hunden, usw. Im Gegensatz zu Leuten mit Blindenhund fürchte ich mich, seit einem Erlebnis in der Kindheit,  vor Hunden. Daher fühle ich mich durch diesen Vorfall angegriffen.
Unser Nachbar hat mich auf den Schaden am Zaun aufmerksam gemacht. Mein Mann hatte auf dem Weg zur Arbeit die Stelle nicht im Blick, ich sehe sie nicht.

Wir haben die Hausverwaltung und die Polizei verständigt. Mein Mann ist seit dem Vorfall in der Facebookgruppe der Stadt. Dort hat Userin M. einen dieser Randalebrüder so gut gesehen, sie kann ihn beschreiben. Leider nützt das nichts, man hätte, laut Polizei, die Tat beobachten müssen.

Wer Eigentum anderer nicht achtet und respektiert, entwickelt sich auch schnell zum Dieb und Raubmörder, das ist meine Sorge.

Am Mittwoch, dem 30. Januar 2008 hat jemand ein kaputtes Fahrrad auf die 4. Oder 5. Treppenstufe zur S-Bahnunterführung runter abgestellt. Als ich zum Dienst fahren wollte, blieb ich gegen 6.45 Uhr mit dem Blindenstock im Fahrrad hängen und fiel mit Stock und Rad die Treppe hinunter. Prellungen am ganzen Körper, ein nicht erkannter Mittelhandwurzelknochenbruch und eine Verschlimmerung der geschädigten Schulter waren die Folge.
Diese Vorfälle erlebte ich als Einzelperson und unsere Stadt hat rund 12.000 Einwohner.
In der Facebookgruppe las mein Mann auch von Fahrerflucht usw.

Einmal ist keinmal, zweimal ist einmal zu viel. Das ist der zweite Angriff, den ich erlebe. Und ich fühle mich nicht mehr sicher. Was macht der Nächste? Die Gartenmöbel abtransportieren? Die Scheiben einschmeißen? Uns ausrauben? Uns umbringen? Vor einigen Jahren gab es auch Dämmerungseinbrüche. Ich sperre seit Jahren zur Dämmerung immer Fenster und Türen ab. Die Polizei berät uns, was wir sicherheitstechnisch verbessern können. Das wird Punkt für Punkt umgesetzt. Denn, ich fühle mich in dieser Stadt verletzlich und habe auch Angst, allein unterwegs zu sein. Wer weiß, was für verkommene Subjekte herumstreunen.

Evtl. sehen einige die Ängste als übertrieben an, es war ja "nur" der Gartenzaun und „nur“ ein Fahrrad, das man auf den Stufen zur Unterführung abgestellt hat. Das sei „normal“. Ich will mich aber nicht an dieses „normal“ gewöhnen und sehne mich nach den sicheren Zeiten zurück, in denen ich aufgewachsen bin.

Eine andere Dame aus unserer Stadt empfindet, die Grölereien und Aggressionen der Männerhorden nehmen zu. Es ist vorletzten Sommer anscheinend eine Mülltonne explodiert. Wir beide hörten den Knall und tauschten uns über WhatsApp darüber aus.
Langfristig helfen nur noch Gated Communitys.

23.3.19 11:44

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