schwedenlady

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2. Juni Halbinsel Snæfellsnes

Und hier mit freundlicher Genehmigung der Bericht meines Mannes:

Wir sind gegen 06:0 Uhr aufgestanden und haben auch früh gefrühstückt. Ich hatte für uns einen ruhigeren Platz weiter weg vom Büffet gesucht und so konnten wir das Frühstück genießen. Um 07:30 Uhr gingen wir zu unserer Bushaltestelle zum Pick Up und ließen uns pflücken. Dann fuhren wir zunächst zum BSÍ. Wir durchquerten das Gebäude und fanden unseren Bus, an dem uns Sverrir in Empfang nahm. Die Wolken hingen tief und wir machten uns gegen 8 Uhr auf den Weg.
Auf dem Weg zu unserem ersten „technischen Halt“ erklärte uns Sverrir, wie die Isländer leben, was für ein Gesundheitssystem sie haben und wie auf die wichtigsten Einnahmequellen der Isländer hin: Fisch, Energie zur Aluminiumproduktion und Tourismus. Wir durchfuhren einen Tunnel unter dem Hvalfjord und erreichten Borganes nach etwa einer Stunde. Der Halt diente dazu, den „inneren technischen Druck“ auszugleichen, wie Sverrir es nannte, eine große Tankstelle mit Supermarkt, Restauration und einer großen Toilettenanlage. Danach fuhren wir weiter westwärts auf die Halbinsel, dort fing es an zu regnen und der Bergrücken von Snæfelsnes blieb in den Wolken. Wir fuhren ans Meer, an eine Stelle, an der man Seehunde beobachten kann, aber leider konnten wir keine ausmachen. Wohl aber spürte man die Wucht des Nordatlantiks und wir hörten die Vögel. Wir fuhren weiter Richtung Arnarstapi, der Gletscher versteckte sich weiter in den Wolken. Wir kamen in Arnarstapi an, einem Dörfchen mit Hafen und wanderten etwa 2 km entlang den Klippen, konnten die Vögel aufnehmen, die dort brüteten. Es war dort windig, immerhin regnete es nicht mehr. Aber der Wind ruinierte die Aufnahmen.
 
Von dort aus fuhren wir etwa 2 Kilometer weiter nach Hellnar und gingen in ein kleines Café, das Kaffi Primus. Alles sehr einfach. Gunnar, unser Busfahrer aß Fleischbällchen, also das, was die Schweden als Köttbullar kennen. Nun, „ wenn ein Busfahrer die ist, müssen die gut sein,“ dachten wir uns und nahmen dasselbe. Würzig, handgefertigt mit frischen Kartoffeln, sehr gut. Die Ikea kann da nicht mithalten und auch das Smaka in Göteborg kann sich dahinter verstecken.

Wir fuhren weiter, vorbei an einer ehemaligen Radarstation der Amerikaner. Und bogen ab nach Djúpalónssandur. Dort gibt es ein angespültes Schiffswrack. Wir gingen zum Aussichtspunkt, es war windig und vor uns lag der offene Nordatlantik, rechts von uns die Wrackteile, der Weg zum Wrack war zu unwegsam. Wir trafen Gunnar, unseren Busfahrer, der richtig stolz wurde, als ich ihm erzählte, dass ich einen Bruder habe, der auch Gunnar heißt. Unser nächster Halt war der Vulkankrater Hólarhólar, in den wir mit dem Bus hinein fahren konnten. Der Rand ließ sich besteigen und hier gab es sehr kleine Pflanzen, die sich im rauen Wetter eingerichtet haben. Immer wieder faszinierend, wie schön unsere Natur ist, wenn man auf die kleinen Dinge achtet. Danach ging es weiter zum Saxhóll, einem Vulkankrater zum Besteigen. Eigentlich eine einfach zu laufende Treppe, aber der Wind pfiff mit Sturmstärke um den Berg, so dass ich auf der Hälfte umkehrte, allerdings nicht, ohne Fotos gemacht zu haben. Die Fahrt ging weiter entlang der Nordküste von Snæfellsnes, vorbei an einigen Dörfern und in Olafsvík hielten wir für eine technische Pause, wie Sverrir sagte. Die Sonne kam durch die Wolken und schaute, was wir so machen. Und sie blieb bei uns hier an der Nordküste, achtete aber sorgsam darauf, dass wir den Gletscher nicht zu sehen bekamen. Es ging weiter zu einem Fotostopp am Kirkjufell .. und siehe da, die Wolken waren weg und er zeigte sich in seiner ganzen Schönheit. Ein wirklich eindrucksvoller Berg direkt an der Küste. Wir machten später noch ein zwei Fotostopps in der Sonne und dieser „Mondlandschaft“ ehe wir uns wieder über Borgarnes auf den Heimweg machten.

Die Isländer benötigen mehrere Jobs, um gut leben zu können, aber eben auch, damit alles läuft. Deshalb fangen die Mädchen oft schon in der Schulzeit an, in Teilzeit als Kassiererin im Supermarkt zu arbeiten. Er war früher Lehrer und bezieht eine Pension, die wohl aber auch nicht reicht, um es wirklich gut zu haben.. Andererseits machte er nicht den Eindruck, dass er unter der Arbeit leiden würde, er zeigt wohl gern den Touristen sein Land.
Natürlich ging es wieder unter die Wolkenschicht und in den Regen, bis kurz vor Reykjavík, hier ließ sich die Sonne noch einmal kurz sehen, damit die Fußballfans auch sicher den Weg ins Stadion finden – wir fuhren direkt dort am Laugardalsvöllur vorbei - Es gab vor der WM ein Testspiel gegen Norwegen, zu dem die Massen strömten. Und dann wurden wir wieder verteilt, bedankten uns bei Sverrir und Gunnar.Wir gingen ins Hotel und sahen uns auf ruv, dem isländischen Fernsehen, das Fußballspiel an, das die Isländer 0:1 verloren.

19.12.18 11:26

Letzte Einträge: 4. Juni 2018, Blaue Lagune, 5. Juni – Goldener Kreis, Weihnachtszeit, schöne Zeit, Müllers Kuh, Geschafft

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