schwedenlady

Deutsch/svensk Blog mit vielen verschiedenen Tönen - med många olika toner.
 
 

Advents- und Weihnachtszeit

Der Traum

Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

Ich lag und schlief, da träumte mir ein wunderschöner Traum:
 Es stand auf unserm Tisch vor mir ein hoher Weihnachtsbaum.

 

Und bunte Lichter ohne Zahl, die brannten rings umher;
 die Zweige waren allzumal von goldnen Äpfeln schwer.

 

Und Zuckerpuppen hingen dran; das war mal eine Pracht!
 Da gab's, was ich nur wünschen kann und was mir Freude macht.

 

Und als ich nach dem Baume sah und ganz verwundert stand,
 nach einem Apfel griff ich da, und alles, alles schwand.

 

Da wacht' ich auf aus meinem Traum und dunkel war's um mich:
 Du lieber schöner Weihnachtsbaum, sag an, wo find ich dich?

 

Da war es just, als rief er mir: Du darfst nur artig sein,
 dann steh ich wiederum vor dir - jetzt aber, schlaf nur ein!

 

Und wenn du folgst und artig bist, dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der heil'ge Christ den schönsten Weihnachtsbaum!

20.12.16 07:22, kommentieren

Gerade eben

"Gerade eben wurden die Tage doch erst länger, schien die Sonne wunderbar und lang und warm. Und jetzt soll das Jahr vorbei sein?"


Ulrich Wickert, deutscher Journalist, Autor, ehemaliger Frankreichkorrespondent und Tagesthemenmoderator.

19.12.16 07:01, kommentieren

Die vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte:
 Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht."
 Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte:
 Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinnmehr, dass ich brenne."
 Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort.
 "Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.
 Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: "Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!" Und es fing an zu weinen.

Doch da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte:
 "Hab keine Angst, denn ich heiße Hoffnung. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden!"

Voller Freude nahm das Kind von der Kerze "Hoffnung" und zündete die anderen Kerzen wieder an.

 

Quelle:
Weihnachtsstadt.de

18.12.16 12:28, kommentieren

Giv mig ej glans, ej guld, ej prakt

Text: Zacharias Topelius, 1887.
Melodie: 30-jähriger Jean Sibelius, 1895.
Svanholm Singers, "Giv mig ej glans...", Youtube, hier klicken.

Auf Finnisch heißt das Lied "En etsi valtaa, loistoa".
 
Giv mig ej glans, ej guld, ej prakt
i signad juletid.
Giv mig Guds ära, änglavakt
och över jorden frid.
Giv mig en fest
som gläder mest
den konung jag har bett till gäst.
Giv mig ej glans, ej guld, ej prakt,
giv mig en änglavakt.
 
Giv mig ett hem på fosterjord,
en gran med barn i ring,
en kväll i ljus med Herrens ord
och mörker däromkring.
Giv mig ett bo
med samvetsro,
med glad förtröstan, hopp och tro.
Giv mig ett hem på fosterjord
och ljus av Herrens ord.
 
Till hög, till låg, till rik, till arm,
kom, helga julefrid.
Kom barnaglad, kom hjärtevarm
i världens vintertid.
Du ende som ej skiftar om,
min Herre och min Konung, kom.
Till hög, till låg, till rik, till arm,
kom glad och hjärtevarm.
 
(Nummer 645 im 1986er schwedischen psalmbok)
 
Freie Übersetzung:
 
Gib mir nicht Glanz, nicht Gold, nicht Pracht
in der gesegneten Weihnachtszeit
Gib mir Gottes ehre, Engelswacht
und über der Erde Frieden.
Gib mir ein Fest, dass den König, den ich zu Gast gebeten habe, am meisten
erfreut.
Gib mir nicht Glanz, nicht Gold, nicht Pracht
Gib mir eine Engelswacht.
 
Gib mir ein Heim auf der Mutter Erde
einen Tannenbaum, mit Kindern im Kreis,
einen Abend im Licht mitt dem Wort des Herrn
und Dunkelheit drumrum.
Gib mir eine Wohnstatt mit Gewissensruhe
Mit Freude die tröstet, Hoffnung und Glaube
Gib mir ein Heim auf der Mutter Erde und Licht vom Wort des Herrn
 
Zu den hohen, niederen, reichen, armen,
komm, heiliger Weihnachtsfrieden
komm kindlich froh, komm herzenswarm,
in der Winterzeit der Welt
Du einziger, der sich nie verändert
mein Herr und mein König komm,
zu den hohen, den niedrigen, den reichen, den armen,
komm froh und herzenswarm.

17.12.16 04:27, kommentieren

Der Bratapfel

(Volksgut aus Bayern)

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

 

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

 

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

 

www.weihnachtsstadt.de

16.12.16 19:43, kommentieren