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Glossen

Rezept Bundespräsidentschaftskandidatin

Zutaten:
1 Person die:
- Glaubwürdig und ein "Fels in der Brandung" ist,
- als moralische und ethische Instanz ernstgenommen,
- sowie Deutschland im In- und Ausland dem Amt gemäß repräsentieren und
- auch in sanfter Weise durch überzeugende Reden gesellschaftlich Einfluss nehmen kann,
- Würde und Ausstrahlung besitzt und
- sich keine Vorteile durch reiche Freunde verschafft, während viele in Krisenzeiten darben.

Tipp:
Für alle Anbeter der Adelstitelträger, sprich, die es mit Ethik und Moral nicht so genau haltenden "Guttifans", muss unbedingt ein "von" Namensbestandteil sein.

Zubereitung:
Anfragen, ob Interesse besteht und ggf. durch die Bundesversammlung wählen.

Diese Zutaten ergeben:
Silvia von Schweden, geboren als Silvia Renate Sommerlath, am 23. Dezember 1943 in Heidelberg.

Voraussetzungen:
- Kronprinzessin Victoria übernimmt die Amtsgeschäfte des schwedischen Königs,
- Silvia und ihr Mann Carl Gustaf Folke Hubertus Bernadotte (König Carl XVI. Gustaf von Schweden) ziehen ins Schloss Bellevue und
- Silvia Sommerlath nimmt die deutsche Staatsbürgerschaft wieder an.
13.1.12 18:28


Fehler und Fehlerfolge

Fehler:
Warum nur ändere ich Satzteile, ohne die Sätze noch einmal zu überprüfen?
"Ja, einen Autisten auf den Weihnachtsmarkt mitnehmen, ist wirklich eine Herausforderung..." Lautete der Ursprungssatz. Dann befand ich das Wörtchen "ja" als überflüssig. Und außerdem klingt das so, wie wenn wir Pascal gegen seinen Willen mitgeschleppt hätten. Also wird nach Autisten "auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen" gesetzt. Nicht "Auf einen Weihnachtsmarkt mitnehmen". Dann wird alles abgespeichert. Und – "einen" steht weiterhin da. Weil ich den ganzen Text nicht mehr durchgelesen habe.

Fehlerfolge:in Wunder, dass die Leute mich für genauso bescheuert halten, wie ich bin. Und nun ist der Satz schließlich geändert. Nachdem ich mir endlich den Eintrag durchgelesen habe.
"Mit einem Autisten auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen, ist schon eine Herausforderung." Und die eigenen Texte ordentlich vor dem Bloggen zu lesen ist es offensichtlich auch.
Manchmal verzweifle ich an meiner eigenen Dummheit. Weil das so unnötige Fehler sind, die ein schlechtes Licht auf mich werfen. Als Blinde hat man ja doppelt und dreifach so gut zu sein, wie ein Sehender. Sonst heißt es wieder: "Ach so. Eh klar. Die ist blind. Kein Wunder." Das Dumme ist: Ich sitze auf dem Präsentierteller. Mit allem, was ich mache. Mein Erfolg und mein Misserfolg ist der Erfolg und Misserfolg aller Blinden. Eben, weil viele Menschen nicht zehn oder 20 Blinde kennen, sondern gegebenenfalls zwei oder Drei. Und da ist jeder von uns ein Repräsentant. In jeder Situation, wenn man Kontakt außerhalb des Familienkreises hat. Eigentlich ist das nicht auszuhalten. Das ist schlimmer, wie wenn man eine Königin wäre. Deshalb überlege ich immer, ob ich etwas negatives blogge, was andere Menschen betrifft. Ich glaube allerdings, im Fall der mitten in das Solo platzenden Familie darf ich wirklich sauer sein. Das gehört sich nicht, mitten im Gottesdienst durch die Gegend zu trampeln. Es sei denn, man sucht sein entwischtes Kleinkind. Hatte der Vater die Disziplin, die Familie geschlossen an die Orgel zu bringen, hätte er auch die gleiche Sorgfalt haben können, alle bis nach dem Gottesdienst zusammen zu halten und dann herauf zu kommen.
11.12.10 11:15


Anschläge in Deutschland

Innenminister de Maizière warnt vor Anschlägen noch im November hier in Deutschland. Al-Quaida und Co verunsichern das Land. Alle sollen jedoch ihr normales Leben weiter leben. Schulterklopfen von Kumpel Innenminister de Maizière. Wer kann, der kann. Wer hat, der hat. Also, das dürft Ihr ihm jetzt nicht persönlich nehmen! Er denkt wohl:
"Kann doch ich nichts dafür, dass Ihr keine Bodyguards habt, die ihr Leben für Euch aufs Spiel setzen! Und Ihr fahrt nicht im Wagen, der selbst einer Panzerfaust stand hält? Tja, das ist eben Pech! Ein Weihnachtsmarktbesuch, das Shoppen in der Fußgängerzone... Was wäre das Leben ohne Risiko? So bekommt Ihr Fun gratis! Bungeejumping? Das braucht Ihr schon mal nicht bezahlen. Ihr habt sowieso kein Geld? Das haben Euch die Finanzhaie abgeknöpft? Die Politik schützt Euch nicht? Nicht vor Atomkraft, nicht vor Finanzhaien, nicht vor Chemikalien, nicht vor dem Arbeiten bis zum Umfallen? Da hätten wir ja was zu tun! Der Terminkalender ist schließlich voll, wo wir als Schmuck jedes Vereinsfest in unserem Wahlkreis zu etwas herausragendem erheben. Freies Essen und Getränke eingeschlossen. Wie... Das habt ihr nicht? Ihr müsst alles selbst kaufen, während ich mir fünf mal am Tag kostenlos den Bauch vollschlagen und Geld sparen kann? Es wäre ja unhöflich, Einladungen abzulehnen und dort nichts zu verzehren. Die Leute haben sich doch so viel Mühe gemacht und wären beleidigt. Ich gehe jedenfalls gut bewacht durchs Leben, auf Märkte, auf Plätze. Vor mir ist schon die Sicherheit da und macht die Luft rein. Da gibt es kein unerwünschtes Gekriech mehr, das mich behelligen könnte. So ist eben mein Leben. Gut bewacht, gut durchdacht. Ich blicke nur noch so weit, wie man mich lässt. Dass ihr es anders habt, dafür kann ich doch nichts. Macht mal schön weiter, fliegt ihr doch in die Luft. Hauptsache, ich fliege nicht mit. Ich besuche dann den abgesicherten und gut bewachten Ort des Geschehens und spende danach allen überlebenden Wählerinnen und Wählern Trost. Besonders den armen Waisenkindern. Das kostet nichts, Hilfe lässt völlig unbürokratisch auf sich warten. Das ist eben unter "unbürokratischer Hilfe" zu verstehen. Bei meinem Besuch nämlich ist der Platz doppelt so gut geschützt und durchgekämmt worden. Mir passiert nichts. Es muss schließlich einer voran durch das Minenfeld gehen, der das Bauernopfer ist. Und das bin ich nicht. Also, seid nicht vorsichtig! Macht bitte weiter, wie bisher. Dann kann ich medienwirksam mit der Kanzlerin auf die Tränendrüse drücken, ungefähr wie bei der Love-Parade in Duisburg und ihren Toten. Lebt bitte weiter, wie bisher, Euer Innenminister de Maizière."

Glosse:
Schwedenlady
18.11.10 06:21


Psychologen & Co

Der folgende Artikel kam wegen folgender Meldung zustande: Hier klicken: 19.10.2010 "Fieberhafte Suche nach flüchtigem Vergewaltiger" N-Land.de Der erste Psychologe, dem ich begegnet bin, war ein Mann im Zug, den ich Sonntags öfter traf. Ich fuhr von Bayreuth nach Nürnberg und war 14 oder 15 Jahre alt. "Wenn Sie mal Probleme haben, können Sie gerne zu mir kommen", meinte der unvermittelt beim letzten Zusammentreffen. Wie bitte? Die Unterhaltung war durchaus nicht problembeladen! Ich ging gerne zur Schule und freute mich jedes Mal, wenn es wieder in diese inspirierende Umgebung ging! Da erkannte ich: Jeder, der Psychologie studiert, hat selber einen "an der Waffel", wie ich es damals salopp für mich formulierte. Der studiert das, um seine eigenen Probleme in den Griff zu bekommen. Wer ausgeglichen und frei für andere Interessen ist, wird wohl diese Dinge studieren: Biologie, Physik, Musik...
Wer seine Röschen, ob Alt- oder Neuröschen pflegen, los werden oder sonst was will, der wird Psychiater oder Psychotherapeut. So einen Kandidaten traf ich später auch mal zufällig. Überspitzt formuliert war der überrascht, dass ein Blinder mit der Gabel seinen Mund findet. Ich glaube so eine ähnliche Frage kam sogar. Und so jemand soll einem helfen, wenn man blind ist und mit einem (damals) noch nicht sprechen könnenden und aggressiven Autisten zurecht kommen soll? So jemandem, der seinen eigenen Problemrucksack schwer schleppt, seine Altröschen hegt und deshalb zur Selbstbestätigung für seine Daseinsberechtigung ein großes Bündel Helfersyndrom wie ein Leuchtfeuer vor sich her trägt, soll man begreiflich machen, dass das Problem nicht die Blindheit, sondern der Autismus des Kindes ist? Und evtl. noch die eigene Enttäuschung, dass so etwas passiert. Frau hat ja schließlich vor der geplanten Schwangerschaft geprüft, ob sie noch einen Rötelschutz hat, sich gesund ernährt, sie raucht und säuft nicht und nimmt auch keine Drogen.
Mir wurde, als es mir damals richtig schlecht ging, von Pascals Frühförderin eine Therapie nahe gelegt.
Ich lehnte dies ab. Mit Recht, wie sich gestern (siehe Link oben) bestätigt hat.
Psychologen sind Menschen, die einem in den 80ern und 2001 verurteilten Sexualstraftäter munter auf freien Fuß setzen, bis er wieder unbehelligt zwei Frauen vergewaltigt und eine sogar nach Norddeutschland verschleppt. Da hat einer, weil er dem Anschein nach über seinen eigenen Problemen hauptsächlich brütete, den Blick für das wesentliche verloren. Im besten Fall verstümmelt so ein Seelenflickschuster mit gekonnter Scharlatanerie und professioneller Quacksalberei seine armen Klienten seelisch. Im schlimmsten Fall morden und vergewaltigen diese andere Menschen. Ihr neu- und altrotischen Möchtegern-Therapeuten! Lasst die Bevölkerung in Frieden! Holt Eure Selbstbestätigung, wie toll und hilfreich ihr seid, auf ungefährliche Art. Lest alten Menschen im Pflegeheim vor, geht mit ihnen spazieren, aber haltet ansonsten euer Schandmaul.
Redet mit einem Kissen, dass ihr vor euch hin legt. Tut so, als wäre das Kissen Euer Wut-, Angst- oder Hassobjekt oder eine bunte, mit Dornen besetzte Neu- oder Altrose. Dann tauscht die Rollen und ihr seit das Kissen und redet mit ihm aus der Perspektive dieses Objekts. Da seit ihr wenigstens beschäftigt und richtet keinen Schaden an.
Damals hat sich alles übrigens als simpel für mich herausgestellt: Meine sehr seltene Schilddrüsenerkrankung ließ den Motor des Schleppers einfach kaum laufen. Der hatte schon Schwierigkeiten, den Traktor normal durch den Tag zu fahren. Nach der Gabe von Schilddrüsenhormonen kam der Schlepper in Fahrt und konnte so richtig ordentlich die Lasten ziehen. Wie herrlich und ungewohnt fühlte es sich an, wenn das Blut wieder mal in den Fingerspitzen ankam! Diese Möglichkeit hätte so ein sich selbst bespiegelnder Seelenkuckuck nie entdeckt. Der hätte mir was weiß ich für Probleme eingeredet und angedichtet. Meine Blindheit hätte ich nicht verarbeitet. Noch dazu habe ich keinen Teppich. Warum nur? Habe ich evtl. eine Teppichphobie? Außerdem mag ich Milchkaffee! Warum nur keinen Matetee? Das ist sicher behandlungsbedürftig, mit drei Stunden Zutexten.
Diese Seelenfrusteinreder kommen mir wie ein neurotischer Wellensittich in Einzelkäfighaltung vor: Die eigene Seele wird so lange bespiegelt, bis die Probleme ein zweiter Vogel werden. Ansonsten wird gezwitschert und geplappert was das Zeug hält. Schließlich taucht ja ein Klient auf, der just den Federaufplusterer um Hilfe bittet. Da könnte ja die eigene Störung auch der Patient haben oder der muss für den Minderwertigkeitskomplex des Plappermäulchens herhalten und dem Helfersyndrom des Seelenproblemeinimpfers Abhilfe schaffen, damit dessen Alt- und Neurosen nicht blühen wie verrückt! Sonst säße der mit seinen Röschen ganz alleine da und all die schöne Selbstbestätigung wäre fort! Arme Projektionsflächen, die da im Wartezimmer auftauchen. Die haben dann wirklich Probleme und werden, wenn der Therapeut erschöpft, überfordert oder zufrieden ist, in die Freiheit entlassen, um zu vergewaltigen, zu rauben, zu morden. Ihr Wellensittiche, betrachtet Euer Spiegelbild und euren Neurosenkäfig und bleibt bitte dort. Beherzigt eure Ratschläge einfach selbst und arbeitet erst mal eure gezüchteten Röschen auf. Dann, wenn darüber ohne Rückfall 15 Jahre vergangen sind, kann man Euch auf die Menschheit loslassen, hoffe ich.
20.10.10 19:40


Jeder schreibt ein Buch

Im Oktober werden die Nobelpreisträger bekannt gegeben und die Frankfurter Buchmesse findet statt. Viele Prominente stellen dort ihre Bücher vor. Peer Steinbrück, unser ehemaliger Finanzminister, schrieb ein Buch, das passend "Unterm Strich" heißt. "So läuft das", titelt der frühere Verteidigungsminister Peter Struck. Nadja Benaissa – wer bitte? Auflösung: Eine No-Angels-Sängerin ohne abgeschlossene Ausbildung, die eine in den 90ern geborene Tochter hat und mehrere Personen mit HIV infizierte, obwohl sie von ihrer Krankheit wusste, also, die hat eine Biographie geschrieben. Mit viel Fotos, wie es im Radiobericht heißt. Wer kein Gewissen hat, andere sozusagen wissentlich umbringt, keine Ausbildung und sonst nicht gerade sehr helle ist, der muss einfach ein Bilderbuch für mit dem gleichen IQ gesegnete Erwachsene herausbringen, was sonst.

Edmund Stoibers Buch könnte den Titel "äh" tragen. Untertitel: "Wie ich den Transrapid erkläre und wie man Blumen hinrichtet."

Guido Westerwelle: "Meine Freunde sollen's gut haben!" Wie Lobbyismus von der Bevölkerung gesponsert wird.

Ich stelle mir gerade vor, wie die Bücher von Menschen heißen könnten, mit denen ich virtuell und in der Realität zu tun habe. Fangen wir mal an:
G.: "Ich komme 20 Minuten später". Wenn sie sagt, sie kommt um 13.54 mit der S-Bahn, braucht man erst um 14.14 Uhr dort sein. Der Untertitel könnte lauten: "Wo ist nur mein/e ... Mein großes, ständiges Sachen suchen."

Ein anderer G.: "Ich und meine Kaffeepadmaschine". Ohne diese Senseomaschine mit dem gemütlichen Brummen kann er nicht leben, sie läuft einfach irgendwie immer. Und ich liebe das Geräusch und versorge ihn mit Kaffeepads. Ohne G. wäre die Welt hektisch und unerträglich.

S. "Mein Leben ohne Bus". Unsinn! Ohne ihren Kleinbus ist S. nicht fahrtüchtig. Sie braucht den kreativen und großen Freiraum und man hört sie gedanklich mit jeder Faser ihrer Seele quietschen, muss sie mal mit einem normalen Auto fahren und das kleinste Bisschen Gepäck unterbringen. Ich mag S. und ihre Busse und ich verstand ihre Trauer als ihr Vater ihren geliebten Kleinbus zu Schrott fuhr.

Y. "Nur Mode im Kopf". Das sagt alles, da gibt's nicht viel weiter. Weder eigene Meinung, noch sonst was, auch keinen politischen Standpunkt, obwohl man Multiplikator sein könnte. So etwas ärgert mich, wenn jemand ungenutzt seine Möglichkeiten über Bord wirft. Aber, evtl. ist es doch besser so, wer weiß?

N. P. und M. P. "Wir haben immer Recht!"
Und da gibt es ganz viel andere, die finanziell richtig gut gestellt sind, mindestens ein Haus und Geld im Überfluss haben und trotzdem jammern. Euer Buch heißt: "Der Jammerchor". Einer fängt an, die anderen fallen ein und so bringt man einen Abend rum und das Konzert bei guten Speisen und Getränken hört nie auf.

H. "Ich fahre mal eben nach..." Wann hat H. einen normalen Urlaub verbracht, ohne, dass am Reiseziel entweder die Maul- und Klauenseuche oder eine Revolution ausbrach? Von kombinierten Bahn- und Flugverzögerungen und diversen anderen Komplikationen rede ich erst gar nicht! Mit H. fahre ich nie in den Urlaub, auch nicht auf eine Kurzreise, ich lese ihre Berichte aber gerne und sie weiß beides. Man muss, wenn man H. nicht erreicht, einfach Radio hören, dann weiß man, wo sie ist.

X. "Idag", Kurzgeschichten einer deutschen, die mindestens seit zwei Jahren in Schweden lebt, für ihre Einträge ach so tolle schwedische Überschriften schreibt, sonst aber keinen kompletten Satz auf schwedisch. Ich frage mich ernsthaft, was das dann eigentlich soll. "Ich kann schwedisch, aber ich traue mich nicht. Mache ich einen klitzekleinen Fehler, bricht mir gleich ein Zacken aus der Krone". Da wäre ich wahrscheinlich schon im Erdboden versunken, würde ich so denken.

Und mein eigenes Buch? Das heißt: "Auf 180", wie auch sonst. Es wird wohl ein Hörbuch werden, da man die Atmosphäre sonst nicht mitbekommt und wie herrlich ich mich in Rage rede!
6.10.10 08:03


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