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Deutsches/svensk Blog, mit vielen unterschiedlichen Tönen, med många olika toner.
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In Schrift gestelltes
Wunschzettel
Liebes Christkind,
heute will ich Dir mal schreiben, hab' es manchmal schon gemacht, will im Herzen Kind noch bleiben, wünsch' mir was zur heil'gen Nacht.
Eine Liste ist es wieder, lang und groß der Wünsche voll, als Dank sing' ich Dir viel Lieder, schenk mir was, das wäre toll!
Gesund soll die Familie sein, das wünsch ich mir für's nächste Jahr, und viel Freude, das wär' fein, Gutes bleibe wie es war.
Schenk mir viel Geduld mit andern, denn, die hab ich oftmals nicht. ich will froh durch's Leben wandern, möcht im Leben viel mehr Licht.
Kampf ist für mich alles immer, kaum ist ein Gefecht dann aus, kommt das nächste, weitaus schlimmer, hinten aus der Eck' heraus.
Zaubere Pascals Autismus und Behinderung doch fort er soll wie die andern sein, am Gymnasium am Ort. Ich will, dass in seinem Leben alle Türen offen stehn, dafür würd' ich alles geben, Christkind, lass es doch gescheh'n!
'ne Klavierbank hätt ich gerne, Sitz ich auf dem Hocker drauf, ist der PC in der Ferne, nehm ich meine Lieder auf.
Ich hat' schon mal schön're Klänge in meiner Voliere drin das doch einer richtig sänge, nicht so tief, du kriegst das hin.
Für die Welt viel Glück und Frieden, Ja, das wünschen alle hier. Doch, du hast es nie beschieden, Jahr für Jahr dies bitten wir.
Ein mal würd ich gern das Lachen meines Mannes richtig sehn, nicht nur fühlen, Du kannst's machen, fünf Minuten! Das wär' SCHÖN!
Christkind, das sind all die Dinge, die ich heuer wünschen will. Bald ich drinnen für dich singe, draußen ist es kalt und still.
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Fresenhof
"Fresenhof" von Knut Kiesewetter auf Youtube hier anhören. Plattdeutsch Wenn de Wind dör de Bööm weiht, Un Gras nich mehr wassen deiht, Un geel all ward, denn kummt bald de Tied. Wenn de Storm över's Feld geiht Wo lang schon ken Korn mehr steiht, Un Mehl all ward, denn ist bald sowiet. Dat de Dag köder ward un de Nach de duert lang, Un de kinner vun Nabar, de warn in Düstern bang. Wenn de Regen vun't Reitdach dröppt, Mien Söhn buten gauer löppt, Sonst ward he natt, denn snurrt bin'n de Kat.
Wenn de Wind dreiht, vun Nord weiht, Un Reg'n geg'n de Finster neiht, De Schieb'n dahl rennt, denn föhl ik mi wohl. Wenn dat Füer in Kamin brennt, Un jeder di bi'n Vörnam nennt, Weil he di kennt, denn is uns Hus vull. Denn de Nabers sünd disse Tied ok nich geern alleen, Un bi Teepunsch an't Füer ward de Wedder schön. Wenn de Blädder sik brun farvt, Un Water steiht inne Groof, Denn ward dat Harvs, op uns Fresenhof.
Hochdeutsch: Wenn der Wind durch die Bäume weht, und das Gras nicht mehr wächst und alles gelb wird, dann kommt bald die Zeit. Wenn der Sturm übers Feld geht, wo lang schon kein Korn mehr steht, und das Mehl zu Ende geht dann ist es bald soweit, daß der Tag kürzer wird und die Nacht, die dauert lang und den Kindern vom Nachbarn, denen wird im Dunkeln bang' Wenn der Regen vom Reetdach tropft, mein Sohn draußen schneller läuft, sonst wird er nass, dann schnurrt drinnen die Katze.
Wenn der Wind dreht, von Nord weht und Regen gegen die Fenster schlägt, die Scheiben runterläuft, dann fühl ich mich wohl. Wenn das Feuer im Kamin brennt und jeder dich beim Vornamen nennt, weil er dich kennt, dann ist unser Haus voll. Denn die Nachbarn sind in dieser Zeit auch nicht gern allein, und der Teepunsch am Feuer macht das Wetter wieder schön. Wenn die Blätter sich braun färben und das Wasser in den Gräben steht, dann wird es Herbst auf unserem Friesenhof.
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Amerikanische Sachbücher
Es erfordert viel Geduld und Nervenstärke, wenn man sich durch "Sachbücher" amerikanischer Ratschonkel und Klatschtanten quälen muss! Bis man Fakten und Ratschläge präsentiert bekommt, dauert es. Die Verfasser schildern lang und breit ihren Leidensweg und wie sie auf die glorreiche Idee zur Lösung ihrer Probleme kamen. Die restliche Verwandtschaft kommt zu Wort oder wird in Oscar-verleihungsreifen Danksagungen gewürdigt. Dann werden erst mal mindestens fünf einzelne Käuferinnen und Käufer zitiert, die von dem Buch begeistert waren. Offensichtlich haben diese Personen einen Vorabdruck erhalten oder wurden vor der Übersetzung interviewt, sonst könnten sie in der Papierausgabe nicht ihre, natürlich positive, Meinung los werden.
Wenn ich mich durch diese mindestens 20 Seiten gekämpft habe, dann folgen meist 40 Seiten mit Beschreibungen von noch mehr Leuten und deren Problemen, die so wundervoll gelöst worden sind. Und dann, ja, dann kommt endlich der interessante Teil. Jedem Kapitel werden in epischer Breite drei Erfahrungsberichte voraus oder hintan gestellt. Vielleicht sogar beides. Dazwischen befinden sich ganz versteckt die Fakten, die ihr Köpfchen verschreckt aus dem Einheitsbrei hervorstrecken. Würde man die Fakten dieser Bücher einfach aneinander reihen, hätte man einen schönen, schnell zu lesenden und gut verständlichen Flyer. Die vielen positiven Multiplikatoren sollen überzeugen oder gemeinschaftlich Gehirnwäsche leisten: "Glaub' es endlich und sei überzeugt! Wir haben die allein seelig machende Lösung deines Problems"
Vor 17 Jahren habe ich konsequent aufgehört, mich durch diese aufgeblasenen Kaffeekränzchen der vielen versammelten Onkel und Tanten zu mühen, die der beflissene Verfasser um sich versammelt hat. Er musste nur ein Tonband mitlaufen lassen und alles abschreiben. Die wenigen Fakten dazwischen, die wurden einfach eingestreut.
Dann kam ein ach so gelobtes Stillbuch auf den Markt, das wieder mal just so aufgebaut war. Ich quälte mich durch das Buch, um später festzustellen: "Die Hebamme hat genau das Gleiche gesagt!" Sie benötigte nur fünf Sätze zur rechten Zeit. Über die Zusammensetzung der Muttermilch hätte sie mich auf Nachfrage bestimmt auch informiert.
Es gibt ja nicht nur amerikanische Fachbücher. Die können ruhig in den Fächern der Buchhandlungen stehen. Meine Zeit möchte ich noch anderweitig verwenden. Ich greife einfach zu europäischer Fachliteratur. Wie komme ich also darauf, wenn ich diese Papierverschwendung umgehe?
Die Firma, die meine Studiosoftware produziert, bringt einen Newsletter heraus und darin geht es heute just um die Producersoftware, die Superklasse des Produkts. Es gibt Erweiterungen. Fein! Das muss ich jetzt allerdings schon lesen. Schließlich könnte das für mich interessant sein. Sieben Kunden erzählten wie toll die Software doch sei! Nach zwei Drittel Newsletter folgte eine kleine Liste mit sieben Punkten, was die Erweiterung alles kann. Wenn das vorher so aufgeblasen wird, hat das bei mir schon verloren. Klappern gehört zum Handwerk, aber nicht unbedingt Dampfwalze und Presslufthammer! Also, alt-F4 und Löschtaste.
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Die Schwäne und die Ente
Es waren zwei weiße, schöne und stolze Schwäne. Die fanden in ihrer Nähe ein Vogelkind mit zwei kurzen Beinchen. Wo die Flügelchen hätten sein sollen, hatte das Vogelkind nur zwei sich etwas auf und ab bewegende Stummelchen. Die Schwäne nahmen sich des Vogelkindes an und machten ihm vor wie man elegant fliegt. "Schau her, so macht man das." Sie zeigten ihm, wie man sich im Fluss badet und wie man schwimmt. "Schau uns an, so macht man das." So sprachen die Schwäne zu dem kleinen Vogelkind und wurden nicht müde, es immer und immer wieder aufzumuntern. Sie hofften, es durch ihr Vorbild auch zu einem schönen Schwan werden zu lassen.
Das Küken wuchs heran. Es war kein Schwan, sondern eine hässliche Ente geworden. Es war von der Farbe her schmutzig-grau, hässlich und zerzaust, da es sich nie das Gefieder pflegte. Zu allem Überfluss war es so ängstlich, dass es vor jedem Schritt unter sich machte. Dann wagte es den Schritt nicht, verharrte mit einem Stummelbeinchen in der Luft und fiel mit seinem Bauch in den gerade hinterlassenen eigenen Haufen. Da es sich auch weder badete, noch putzte, begann es fürchterlich zu stinken.
"Quak, eine Stadt will ich bauen, eine Stadt will ich sein", verlangte es. Und eine gute Fee kam und erfüllte ihm diesen Wunsch. "Quak, ich habe eine Stadt gebaut, ich bin nun eine Stadt, seht her!" So rief es aus. Die beiden Schwäne hoben ihre Köpfe, denn, zu vorher hatte es sich kaum verändert. Aber, eine Stadt war es geworden.
Und noch einer kam. Der war zu vielen anderen sehr böse und hatte in einem großen Krieg Menschen zur tödlichen Sklavenarbeit gezwungen, die er für Untermenschen hielt. Er war ganz böse, aber immer freundlich zu dem armen Entenvogel und hatte ihm eine Goldmünze geschenkt. "Quak, quak, danke, danke", sagte die dreckige Ente aufgeregt, machte ein Häuflein und nannte es nach dem jenigen, der so vielen den Tod gebracht hatte. "Das ist meine Stadthalle, die nenne ich nach dem edlen Wohltäter, quak, quak!"
Die Jahre vergingen. "Quak, quak, ich will seit 10 Jahren einen Marktplatz bauen. Einen Fuß habe ich schon nach vorne gesetzt. Die Leute sollen sich wohl fühlen, sollen einkaufen, meine Stadt soll ein Zentrum haben. Jetzt muss ich aber erst mal ein Häuflein... Ach, ich lasse es lieber und setze den Fuß wieder zurück." So sprach die Ente und ließ sich wieder in den Dreck sacken. Die Schwäne schauten in eine andere Richtung.
"Zumindest habe ich mir in den letzten 20 Jahren einige Federchen an der Oberseite des rechten Flügelchens geputzt! das muss doch reichen!" Rief die Ente als sie merkte, dass die Schwäne sich ihren eigenen Geschäften widmeten.
Da dies ein Märchen ist, leben die Schwäne und die Ente auch heute noch. Und jetzt quakt die Ente völlig außer sich vor Freude: "Quak! Quak! Ich werde siebenhundert Jahre alt! Quak!" Die Schwäne heben die Köpfe und lächeln milde.
Und so wird die Ente auch zukünftig wenig auf ihre kurzen Beinchen stellen, sich weder putzen, noch schwimmen oder gar fliegen. Aber ihren 700. Geburtstag, den feiert sie laut quakend und für alle Vögel am Fluss unüberhörbar.
Gewidmet der Stadt Röthenbach, die am 16. März 1311 urkundlich erwähnt wurde.
Schwedenlady, 11.03.2011
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Ich möchte mit Euch ein Weihnachtslied teilen
Giv mig ej glans, ej guld, ej prakt - julpsalm Text Zacharias Topelius 1887.
Melodie: Der 30-jährige Jean Sibelius 1895. Auf Finnisch heißt das Lied "En etsi valtaa, loistoa". Es folgt nach dem Original die Übersetzung. Giv mig ej glans, ej guld, ej prakt i signad juletid. Giv mig Guds ära, änglavakt och över jorden frid. Giv mig en fest som gläder mest den konung jag har bett till gäst. Giv mig ej glans, ej guld, ej prakt, giv mig en änglavakt. Giv mig ett hem på fosterjord, en gran med barn i ring, en kväll i ljus med Herrens ord och mörker däromkring. Giv mig ett bo med samvetsro, med glad förtröstan, hopp och tro. Giv mig ett hem på fosterjord och ljus av Herrens ord. Till hög, till låg, till rik, till arm, kom, helga julefrid. Kom barnaglad, kom hjärtevarm i världens vintertid. Du ende som ej skiftar om, min Herre och min Konung, kom. Till hög, till låg, till rik, till arm, kom glad och hjärtevarm. (Nummer 645 im 1986er schwedischen psalmbok) Freie Übersetzung: Gib mir nicht Glanz, nicht Gold, nicht Pracht in der gesegneten Weihnachtszeit Gib mir Gottes ehre, Engelswacht und über der Erde Frieden. Gib mir ein Fest, dass den König, den ich zu Gast gebeten habe, am meisten freut. Gib mir nicht Glanz, nicht Gold, nicht Pracht Gib mir eine Engelswacht. Gib mir ein Heim auf der Mutter Erde einen Tannenbaum, mit Kindern im Kreis, einen Abend im Licht mitt dem Wort des Herrn und Dunkelheit drumrum. Gib mir eine Wohnstatt mit Gewissensruhe Mit Freude die tröstet, Hoffnung und Glaube Gib mir ein Heim auf der Mutter Erde und Licht vom Wort des Herrn Zu den hohen, niederen, reichen, armen, komm, heiliger Weihnachtsfrieden komm kindlich froh, komm herzenswarm, in der Winterzeit der Welt Du einziger, der sich nie verändert mein Herr und mein König komm, zu den hohen, den niedrigen, den reichen, den armen, komm froh und herzenswarm.
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