schwedenlady

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Störungsbehebung der privaten Dienstleister

Man stelle sich vor: Die Bahn hat eine Weichenstörung:
Manchmal kann ein Bahnhof angefahren werden, die Weiche springt um. Manchmal versagt sie ihren Dienst und der Zug rauscht einfach am Bahnhof vorbei.
Jetzt stellen wir uns weiter vor, dass die Bahn das selber gar nicht bemerkt, sondern darauf wartet, dass es nach einer Woche jemandem auffällt.
Unglaublich?
Hoffentlich! 

 

Die Deutsche Telekom tut genau das:
Bereits am Mittwoch, dem 14. Dezember 2016, wollte mich meine Patin anrufen. Das erfuhr ich am Dienstag danach. Sie versuchte es mehrmals ohne Erfolg, dachte aber, ich sei einfach nicht daheim.
Wer weiß, wie vielen Anrufern es so ergangen ist. Die Tage danach wäre es wegen familiärer Angelegenheiten wichtig gewesen, wenn ich ans Telefon gegangen wäre.
Manchmal konnten mich die Leute aber auch erreichen. Ich selber konnte telefonieren und ins Internet gehen.


Am Montag, dem 19. Dezember 2016, mailte K., sie hätte mich versucht, anzurufen. Ich prüfte mit dem Handy den Festnetzanschluss, es klingelte.

 

Dienstag, 20.12.2016:
Ich rief meine Patin an, sie erzählte mir, sie versuche mich seit Mittwoch telefonisch zu erreichen. Jetzt wurde ich stutzig und versuchte, wieder bei mir anzurufen. Mit Erfolg.
Zwei Stunden später hörte ich im Handy zwar ein Freizeichen, mein Festnetztelefon klingelte aber nicht.
"Ich habe versucht, dich anzurufen", sagte der flauschigste Ehemann von allen über WhatsApp.

Bei der Telekom gibt es eine Homepage. Da kann man seine Telefonnummer eingeben und dann den Anschluss prüfen lassen.
Tatsächlich! Der Anschluss war gestört. Ich erhielt die Meldung, die Störung würde bis 14.55 Uhr beseitigt werden. Ich ließ mir das Ende der Störung via SMS bestätigen.

 

Jetzt mal ernsthaft:
Kann es wirklich sein, dass die Telekom so etwas nicht bemerkt? Leuchten da keine kleinen Lämpchen mehr? Oder ist der Kontrollarbeitsplatz für den reibungslosen Ablauf einfach eingespart worden?

 

Ich halte die Bereitstellung von Kommunikationsmitteln für eine Leistung zur Grundversorgung. Das muss im Notfall funktionieren.

Würde die Wasser- und Abwasserversorgung privatisiert, so warteten wohl die Unternehmen auf die ersten Todesfälle durch beispielsweise Verunreinigungen mit Bakterien. Das ist wohl die Logik der privatisierten Unternehmen, die öffentliche Aufgaben übernommen haben.

 

Der Slogan der Telekom auf deren Homepage lautet:
"Telekom | Zuhause mit Top-Verbindung und unterwegs mobil"
Er müsste heißen:
"Telekom | Zuhause mit Top-Verbindung und unterwegs ist uns zu viel."

4.1.17 16:59, kommentieren

Update Januar 2017

Das waren merkwürdige Wochen! Zuerst habe ich ein Treffen für jemanden organisiert. Als dann alle unter einen Hut gebracht waren, fiel der Initiatorin auf, dass der Termin so nicht klappt und sie nicht anwesend sein kann. So begann alles von vorne. Ich rief nicht wieder alle persönlich an, sondern schickte eine Rundmail. Dann kam die Telekom mit ihrer Umstellung auf Voice over IP dazwischen, ich konnte nicht telefonieren. Wir hatten noch eine unerwartete Zusage, einer hätte verzichten müssen. Der flauschigste Ehemann von allen oder ich. Dann kam allerdings noch eine Absage, schlussendlich waren wir nicht 10, sondern sechs Personen. Es war wundervoll und mein Eifer wurde mit einer alkoholfreien Kräuteressenz gewürdigt.

 

Die bereits angesprochene Umstellung auf Voice over IP war wieder trügerisch. Manche Anrufe erhielt ich, manche nicht. Wir testeten ausgiebig. Was die Telekom nicht mitteilte:
Sie schaltet zwei Mailboxen. Eine als Anrufbeantworter und eine andere bei Stromausfall. Bei Voice over IP wird die Telefonie über das ach so abhörsichere und stabile Internet abgewickelt. Früher war die Post stolz auf ihr vom Strom unabhängiges Telefonnetz. Heute wird gespart auf Fehler komm raus.
Dann wollte ich im örtlichen Telekomladen eine Liste mit den Steuercodes erwerben. Das sind Tastenkombinationen, wie früher beispielsweise *44#, um Dienstmerkmale zu aktivieren und deaktivieren. Es bringt nichts, wenn der Ladeninhaber dem Chef diesen Kundenwunsch nahe bringt, professionellte er. So eine Liste gibt es nicht. Was hilft es, wenn ich als einfache Kundin das anspreche, wenn er sich weigert und meint, nicht einmal er kann etwas bewegen? Servicewüste Deutschland.

 

Daneben komponierte ich zwei größere Werke für mein Garitan und Instand Orchestra. So wächst meine neue Verschenke-CD.

 

Und jetzt kämpfe ich mit Vodafone, die mir etwas an meine Mailadresse geschickt haben. Klicke ich dann auf den Link in der Mail, ist meine Mailadresse angeblich nicht autorisiert. Irgendwann erfuhr ich in einem Nebensatz, dass es heute Probleme beim Login gibt. Nein, so etwas kann man nicht per Push-Mitteilung an Kunden als Info schicken, es könnte ja nach 10 Minuten behoben sein. Mir fällt langsam nichts mehr dazu ein.

31.1.17 19:38, kommentieren