schwedenlady

Deutsch/svensk Blog mit vielen verschiedenen Tönen - med många olika toner.
 
 

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Lieb Vöglein hold

Sing, lieb Vöglein hold im Strauch,
sing vor lauter Frühlingsfreude,
mit Dir singt mein Herz nun auch.
Federglück, wir singen beide!

Doch fällt Graupel, Regen, Schnee,
Kälte hat sich festgebissen.
Schreckensstarr ich frierend steh.
Gott hat dir dein Lied entrissen.

 

© Schwedenlady; Mi, 27. April 2016

27.4.16 17:17, kommentieren

10 bis 15 Grad

10 bis 15 Grad... Sollen wir eventuell auch als Temperaturangabe bekommen, ja, es sollen sogar 18 werden!
Aber, ich meine hier 10 bis 15 Grad, die fehlen. Und zwar in alle Richtungen bei dieser verdammten Schulter! Das kommt und kommt zu keinem Ende!
Also, weiterhin mit dem Taxi zwei Mal die Woche zur Physiotherapeutin tapern und immer brav Geld dafür löhnen. Ich bin es leid.
Zumindest muss ich nicht mehr zu dem Arzt fahren, der mich operiert hat. Das wäre wahlweise an den abgelegenen Standort der Stammpraxis in einer Stadt in der Oberpfalz, oder nach Nürnberg. In Nürnberg hat der Orthopäde, welcher mich operiert hat, bei einem seiner Kollegen einmal im Monat Sprechstunde.
Sonst fuhr ich mit dem Taxi, weil ich noch nicht so fit war. Bei der letzten Nachkontrolle habe ich den Rückweg alleine angetreten.

Gestern habe ich klopfenden Herzens beide Wege alleine bestritten. Frau muss durch den Bahnhof und die Königstorpassage, das Verteilergeschoss und durch den Königstorgraben.

„Mogst a Schelln?“ Fragte dort ein Franke einen anderen in aggressivem Ton. Ob er eine Ohrfeige wollte, oder eher nicht, weiß ich nicht mehr. Die Königstorpassage ist das Sammelbecken für Messerstecher, Säufer, Drogendealer und wer weiß was für nicht vertrauenswürdige Personen.
 

Zahl der Straftaten in der Königstorpassage hat sich verdoppelt - nordbayern.de vom 31.03.2016, hier klicken.

Damals war ich in Begleitung. Gestern nicht. Muss man sich durchfragen und von Fremden helfen lassen, wird es schnell unheimlich. Auf dem Hinweg traf ich Gott Lob eine Frau.
Mein Aufenthalt beim Arzt an sich dauerte im Wartezimmer ewig, im Sprechzimmer fünf Minuten. Dann musste ich allerdings den Weg durch das Gebäude nach draußen finden. Bis ich vor der Tür im Navi den Hauptbahnhof einprogrammiert hatte, war ein netter Herr auch schon durchgeschleust worden, den ich im Wartezimmer vorher getroffen hatte.
„Ach, noch da?“, meinte er. Er brachte mich zum Gleis und wir unterhielten uns.
Er arbeitet in der Sicherheitsbranche und ihm fallen dementsprechend eben sicherheitsrelevante Dinge auf.
„Wir sind gerade an zwei Brennpunkten vorbei gekommen, an denen Drogen verkauft werden.“
Danke, diese Information hat mir gerade noch gefehlt.
An einem war ich ohne Begleitung vorbei gelaufen. Mir wurde übel.
„Und da Rechts macht die Polizei gerade eine Leibesvisitation.“
Ich war froh, dass er mich begleitet hatte, obwohl er zur Arbeit musste.
Ein großes, dickes DANKESCHÖN!

Jetzt muss ich nicht mehr alleine dort hin, nun reicht mein Hausarzt, der auch Sportarzt ist. Aber, seit den Vorfällen Sylvester in Köln, habe ich einfach Angst vor dieser Passage.

28.4.16 02:20, kommentieren

Gedanken

Nach dem Weg durch dieKönigstorpassage - Zahl der Straftaten hat sich verdoppelt, nordbayern.de vom 31.03.2016, hier klicken, fuhr ich heim.
Neben mir saßen zwei ganz entzückende Kinder, ich würde mal schätzen, um die elf Jahre, da es um Lateinunterricht ging.
Deren Mutter hatte mir ihren eigenen Sitzplatz in der übervollen S-Bahn angeboten.
Inzwischen nehme ich so ein Angebot an, weil ich der Schulter vom Reaktionsvermögen her noch nicht so ganz traue, wenn es um Ausgleichbewegungen geht. Das ging vor der OP oft gründlich und schmerzhaft daneben, das sitzt noch tief.
 
Die Familie unterhielt sich über Violin- und Saxophonunterricht. Die Kinder waren höflich und wohlerzogen. Sie werden ihren Weg gehen. Sie nutzen jede Chance, durch Bildung voran zu kommen.

Da musste ich daran denken, welchen K(r)ampf wir in letzter Zeit wegen der Betreuung haben. Auch wegen des Kindergelds steht Behördenkrieg an. Einen Samstagnachmittag musste mein Mann dafür hingeben.
Wir haben nur Ärger, wissen nicht, was passiert, wenn wir nicht mehr sind, können dann nichts mehr tun, um unseren Sohn vor Willkür zu schützen. Entscheidet der Rest der Familie dann wirklich in seinem Sinne und gemäß unserem Testament?

Die wenigen fröhlichen Momente erleben andere Mütter 10 Jahre früher. Ich weiß manchmal nicht mehr, wofür man sich aufarbeitet und ob sich das Leben noch lohnt.
Klar hebe ich hervor wie gut sich unser Sohn überall orientiert. Und ja, es ist wunderbar, mit ihm allein unterwegs zu sein. Das kann jeder andere 18-jährige aber auch. Für mich überwiegen im Augenblick aber die Verwaltungsproblematiken, die Stolpersteine, die man uns wissentlich in den Weg legt. Zur Strafe?

Mir war so zum Weinen. Ich habe aber gelacht und alles in die „Super Trotzdem Blase“ gepackt. Das ist eben mein Schicksal.

29.4.16 03:36, kommentieren

Blindenleitstreifenin der Königstorpassage in Nürnberg

Noch mal zur Königstorpassage - Zahl der Straftaten hat sich verdoppelt, nordbayern.de vom 31.03.2016, hier klicken. Es gibt einen Blindenleitstreifen am Fußboden, der einen sicher durch die Passage, das Verteilergeschoss im Hauptbahnhof,  führt. Da muss man leider hindurch gehen, will man in die Innenstadt.
Man muss das mit dem Leitstreifen dafür allerdings aber wissen. Das habe ich von einem blinden Nürnberger jetzt erfahren. Den Beginn des Leitstreifens muss ich mir zeigen lassen, schließlich komme ich von woanders her, als der gewöhnliche Weg des Blinden dort hin beginnt. Gut zu wissen, da fühle ich mich gleich sicherer, weil ich auf dem Leitstreifen zügig und schnell laufen kann.

29.4.16 03:52, kommentieren