schwedenlady

Deutsch/svensk Blog mit vielen verschiedenen Tönen - med många olika toner.
 
 

Archiv

Von - bis

Von 2005 - 2013 habe ich gebloggt. Einträge, die mir sehr gut gefallen, werde ich langsam aus meinem Archiv hier einstellen.

Weihnachtliche Betrachtungen in der Weihnachtszeit, Sommereinträge, wenn der Sommer am schönsten ist. 

 

Från 2005 till 2013 bloggade jag redan. Och jag skall överföra de inlägg jag tycker om ur mitt personligt arkiv, när det passar sig. T ex, julaktiga betraktelser i juletiden, och sommriga när sommaren är som bäst.

1.12.14 05:17, kommentieren

Den lyssnande Maria Die lauschende Maria

Den lyssnande Maria

Av/von

Carl Jonas Love Almqvist 1793 - 1866

Eines seiner kleinen Gedichte, komponiert vom Verfasser.

Ich darf es singen, er ist länger als 70 Jahre tot.

 

En av Almqvists Songes, smådikter, tonsatta av författaren.

Jag får sjunga den, upphovrätsliga skäl, pga hans död längre än 70 år. 

 

Text:

”Herre Gud vad det är vackert

att höra toner av en salig ängels mun.

Herre Gud vad det är ljuvligt

att dö i toner och i sång

Stilla rinn o min själ i floden

i dunkla himmelska purpurfloden

Stilla sjunk o min sälla ande

i gudafamnen den friska goda.”

 

Freie Übersetzung, bin aber nicht dazu ausgebildet:

„Herr, Gott, wie ist es schön, töne aus eines seligen Engels Mund zu hören.

Herr, Gott, wie ist es lieblich, in Tönen und Gesang zu sterben.

Still zerfließe, meine Seele, im Fluss, im dunklen, himmlischen Purpurfluss.

Still versinke, mein ewiger Geist, in Gottes Armen, den starken guten. So würde ich „friska“ hier übersetzen. Ich bin ja frei. Das passt besser zum biblischen Kontext.  

 

"Den lyssnande Maria", hier klicken.

1 Kommentar 1.12.14 06:18, kommentieren

Du hast einen Weihnachtsfimmel

"Du hast einen Weihnachtsfimmel!"
Stimmt!
Ich geb' es offen zu,
Nelken, Kardamom und Zimt,
Weihnachtsduft und Abendruh.

"Du hast einen Weihnachtsfimmel!"
In der finsterschweren Zeit
Hielt die Vorweihnacht den Himmel
und die Hoffnung stets bereit.

"Du hast einen Weihnachtsfimmel!"
Spielen, singen, laut und leis'.
Kerzenstunden Freude bringen,
Wärme im Familienkreis.

"Du hast einen Weihnachtsfimmel!"
Damit dank ich Gott dafür,
dass wir weiterleben dürfen,
's Christkind steht nun vor der Tür.

"Du hast einen Weihnachtsfimmel!"
Weiß ich, brauchst' mir nicht zu sagen.
Kerzen, Änglaspel-Gebimmel,
wenn die Bäume Kugeln tragen,
Feiern wir, summiert genommen,
dass die Hoffnung weiterlebt,
Dass ein Licht für uns gekommen,
das uns leuchtet, trägt, erhebt.

 

© Schwedenlady 03.12.2010 

1.12.14 16:26, kommentieren

Weihnachtlich sind wir gestimmt

Weihnachtlich sind wir gestimmt
Schnee deckt zuckrig alles zu
Nelken, Kardamom und Zimt,
Weihnachtsduft und Abendruh.

Weihnachtlich sind wir gestimmt,
oft in finsterschwerer Zeit
Hielt die Vorweihnacht den Himmel
und die Hoffnung stets bereit.

Weihnachtlich sind wir gestimmt
spielen, singen, laut und leis',
Kerzenstunden Freude bringen
Wärme im Familienkreis.

Wenn die Bäume Kugeln tragen, feiern wir, summiert genommen,
dass die Hoffnung weiterlebt,
Das ein Licht für uns gekommen,
das uns leuchtet, trägt, erhebt.

© Schwedenlady 03.12.2010

(Das war die zivile Version des Ursprungsgedichts. Es gibt jemand, der das Original als Gruß verschicken wollte, offiziell. Das wollte ich aber so nicht und deshalb habe ich es geändert.) Auch nett, oder?

1.12.14 16:30, kommentieren

Lussekatter Rezept

Rezept für 50 Lussekatter, blindenfreundliche Version

Hoffentlich schreibe ich das Rezept blindengerecht genug auf. Ich habe Milliliter usw. ausgeschrieben, damit auch eine Späterblindete oder ein Späterblindeter mit Sprachausgabe noch folgen kann. Das Rezept bezieht sich auf Verpackungen vom Backzutaten usw. hier in Deutschland.

Zutaten:
Für den Teig:
Fragt beim Einkauf nach einem Kilo Mehl für den Kuchen. Am Besten ist laut einer Schwedin das Instantmehl von Rosenmehl, weil es so schön puderig ist. Bedenkt aber, Mehl für Hände und Arbeitsfläche zusätzlich bereit zu halten. Ihr braucht außer dem Kilo Mehl noch
150 Gramm Butter oder Margarine,
500 Milliliter Milch,
250 Gramm Quark, der Fettgehalt spielt keine Rolle.
Wollt Ihr keinen Quark nehmen, verwendet ein Ei. Ich bin aber für Quark. Da wird der Teig schön fluffig.
150 Milliliter Zucker,
ein halber Teelöffel Salz,
50 Gramm Hefe. Das ist ein Hefewürfel aus dem Kühlregal oder es sind zwei Päckchen eines in Folie verschweißten Päckchentrios von Ruf. (Ein Päckchen Hefe würdet Ihr für 500 Gramm Mehl benötigen, wir haben aber ein Kilo.).
Zwei Tabletten Safran.

In meinem Rezept steht 0,5 Gramm Safran. In jeder Tablette ist 0,1 Gramm. Meine schwedische Freundin sagt, zwei Tabletten reichen.
Für die Lussekatter:
Rosinen.
Zum Bestreichen:
Ein Ei.
Benötigte Gerätschaften:
Wenn Ihr wollt, einen Mixer oder eine Küchenmaschine mit Knethaken. (Ich habe immer mit den Händen gearbeitet, wie meine schwedische Freundin.)

Zubereitung:

Mit dem Safran verfahrt Ihr folgendermaßen:
Die Tüte am Besten aufschneiden, die Tablette herausholen. Es ist eine Plastiktablette, die sich in der Mitte leicht aufdrehen lässt, wie ein Döschen eben. Drinnen ist der Safran. Gebt ihn in einen kleinen Mörser, einen Teelöffel Zucker dazu und zerstoßt ihn. Ich habe keinen Mörser und habe den Safran mit einem Löffel und meinen Fingern zerrieben. Warum Zucker dazu? Der Zucker zerreibt den Safran.

Jetzt kommt der Teig.
Vorbemerkung: Der Hefeteig wird etwas anders gemacht als in Deutschland üblich. Hier kennt Ihr es, im Mehl in der Rührschüssel eine Grube in der Mitte zu formen und Milch und Hefe hinein zu geben.
Jetzt machen wir es aber anders und ich verspreche, es gelingt.
Der Teig:
1. Gebt die Hefe zerbröselt (Würfel) in eine Teigschüssel oder eben eine größere Schüssel.
2. Zerlasst die Butter (oder Margarine) in einem Topf und gebt die Milch, wenn die Butter zerlassen ist, dazu. Lasst beides fingerwarm werden (37 Grad).
3. Schüttet die Milch mit der zerlassenen Butter in die Hefe und rührt um. Ich habe es mit einem Schneebesen verrührt. Die Hefe soll sich auflösen. Das fühlt sich dann flüssig an, mit kleinen Teilchen darin. Also etwas Substanz hat die Masse schon.
4. Jetzt gebt den Quark, den Safran, den Zucker und das Salz dazu.
5. Arbeitet das Mehl ein. Immer schön kneten, bis der Teig sich schön von der Schüssel löst. Auch die Wände der Schüssel beachten, nicht, das da Mehl kleben bleibt und unbeachtet ist.
6. Wenn der Teig schön gleichmäßig und geschmeidig ist, deckt ihn mit einem Geschirrtuch ab und lasst ihn in einem zugluftfreien Raum mindestens 30 Minuten gehen. (Ich ließ ihn ungefähr 40 Minuten oder eine Stunde gehen. Als ich aber in die Küche kam, war er trotzdem noch da. Hihi.)
7. Jetzt bemehlt eine Arbeitsfläche oder eine Backunterlage und gerne auch Eure Hände und knetet den Teig noch einmal schön gleichmäßig. Teilt ihn in fünf Teile.
8. Aus jedem der fünf Teile werden 10 Lussekatter. Dafür knetet Ihr am besten vor der Verwendung jedes Fünftel noch einmal. Ich habe sogar jedes Teigklümpchen noch einmal geknetet.
9. Für jede Lussekatt braucht Ihr eine Teigwurst, die ungefähr einen Zentimeter dick und ca. 20 Zentimeter lang ist. Dann wickelt Ihr von beiden Enden her eine Schnecke auf, bis sie sich in der Mitte treffen. Eine kommt von der einen, die andere aus der anderen Seite. Es soll ähnlich aussehen, wie ein Schwarzschrift-S. In jedes S kommt eine Rosine. Ich habe in jedes Hefewurstende eine eingeknetet und Teig drumrum, damit die Rosine nicht abhaut.
10. Die Lussekatter legt Ihr mit genügend Abstand auf ein Blech mit Backpapier. Ihr braucht mehrere Bleche, bzw. Abstellplätze. Der Abstand soll eher zu groß als zu klein sein, die Lussekatter werden doppelt so groß.
11. Die Lussekatter müssen 20 bis 30 Minuten unter einem Geschirrtuch gehen, bis sie die doppelte Größe erreicht haben.
12. Ihr heizt den Ofen auf 225 Grad vor.
13. Ihr bestreicht die Lussekatter mit einem aufgeschlagenen Ei.
14. Die Lussekatter schiebt Ihr mit genügend Abstand zwischen den Gebäckstücken auf die mittlere Schiene im Ofen. Sie brauchen ca. 8 bis 10 Minuten auf 225 Grad.
Lussekatter halten am besten eingefroren, drei bis sechs Monate.

1.12.14 16:43, kommentieren