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Besichtigung des Betriebshofs der U-Bahn Nürnberg

Am 7. Oktober feierte die VAG 50 Jahre Bauarbeiten U-Bahn Nürnberg mit einem Fest am der U-Bahnstation Langwasser Süd. Bei den Sonderfahrten durch den Betriebshof durfte man nicht aussteigen, es wurde aber viel erklärt. Mein Mann hat gefilmt:   Betriebshof der U-Bahn Nürnberg Teil 1, YouTube, hier klicken, Betriebshof der U-Bahn Nürnberg Teil 2, YouTube, hier klicken.

1 Kommentar 8.10.17 12:24, kommentieren

Der Gentleman

Am Mi, 06.09.2017, stieg ich in S. um, damit ich nach R. fahren konnte.
Beim Warten lernte ich eine reizende ältere Dame aus R. kennen. Wir verabredeten uns für den Abend zum Essen. In meinem Hotelangebot war ein Essen mit drei Gängen inkludiert. Ich lud Frau H. ein. Wir hatten gutes Essen und gute Gespräche. Dieser erste Abend war rund um gelungen.

Am Do, 7. September, holte ich mit dem Taxi Sohnemann ab. Diese Fahrt und die dann nach Friedrichshafen kosteten 100 Euro.
Da ich vorher Computerprobleme ohne Ende hatte und mit meinen Gedanken völlig woanders war, vergaß ich daheim Bargeld abzuheben. So überlegte ich, wie ich sparen könnte. Das Hotel konnte ich mit Karte zahlen, allerdings nicht das Taxi. Und mir fiel etwas für die Rückfahrt ein.

Mit knapper Not erreichten Sohnemann und ich erst mal den Katamaran nach Konstanz. Dort waren wir im Sea Life und natürlich waren die Pinguine sehr interessant.
Wir aßen wieder im Casa Blanca Pizza und mein Sohn bekam ein Halstuch, das er sich aussuchte.
Er zeigte mir die Bank und wir saßen und warteten auf den Katamaran.
Dieser legte an und einige versuchten durch den Ausgang, aus welchem vorher die Leute kamen, auf das Schiff zu gelangen.
Nicht mein Sohn. Er wartete und nahm den richtigen Einstieg.
In Friedrichshafen fragte ich ihn, ob er bei der Bodenseebahn den Zug nach R. finden würde. Das tat er. So fuhren wir also nach R. und sparten bei der Rückfahrt mit dem Taxi ganze 61 Euro.

Freitag, 8. September
Beim Frühstück erfuhr ich, dass ich nicht bis 13.00 Uhr bleiben konnte, das Zimmer war verbucht. Als ich den flauschigsten Ehemann darüber informieren wollte, war er schon auf dem Weg zu mir. Er hatte sich so etwas schon gedacht. So holte er mich um 11.00 Uhr ab und wir nahmen Sohnemann mit.

Unser Sohn ist wirklich ein Gentleman geworden und hat dabei seinen Autismus bewundernswert im Griff:
Papas Handy gab bei der U-Bahnfahrt den Geist auf und unser Sohn wartete im Laden ausgesprochen geduldig, bis wir überhaupt dran und dann fertig waren. Am Tag darauf öffnete er mir die Autotür, wartete, bis ich eingestiegen war und schloss sie dann. Wie charmant sind doch die jungen Leute! Sage mir niemand etwas Schlechtes über die heutige Jugend!
Er hat übrigens eine interessante Art, mich anzusprechen.
Als er noch eine höhere Stimme hatte und ich auf dem öffentlichen Damen-WC saß, wartete er vor der Türe. Als es ihm zu lange dauerte, fragte er „Mama?“
„Ja“, Antworteten mit mir noch zwei andere Damen.
Dieses Mal sprach er mich in Konstanz durch die Außentüre mit meinem Vor- und Nachnamen an.
Da kann auch nur ein Autist drauf kommen. Ich finde das bewundernswert. Er weiß sich zu helfen und wird mit diesem Einfallsreichtum das Leben im Rahmen seiner Möglichkeiten meistern.

Aber natürlich gibt es ob seiner Behinderung wieder mal Verwaltungsk(r)ampf. Wer ist es? Die Krankenkasse.

 

1.10.17 19:13, kommentieren

Brief von Kai

Hallo,

liebe Leserin, lieber Leser, darf ich mich Dir vorstellen?
Ich bin Kai, der Kanarienvogel. Anfang Juli wurde ich in einer Wiese im hohen Gras ausgesetzt. Zusammen mit einem Wellensittich in einem ganz winzigen Haus, ohne Sitzmöglichkeit. Das Haus war halb so groß wie ein Ausstellungskäfig, sagte die Frau von dort, wo ganz viele ausgesetzte und gefundene Tiere aufgenommen werden.
Am Anfang hat es den ganzen Tag geregnet. Das Haus stand im Wasser und war unten voll gelaufen, wir konnten nirgendwo hin, der Wellensittich und ich.
Am nächsten Tag knallte die Sonne herunter und es waren dreißig grad C. draußen. Ein vierbeiniges, bellendes Tier hat uns entdeckt und so lange gebellt, bis Menschen kamen.

Die haben uns dann ins Tierheim gebracht. Wir waren fix und fertig.
Kurz danach hat eine Frau das Tierheim angeschrieben, deren Vogel weggeflogen war. Sie fragte, ob er gefunden wäre und man solle ihr Nachricht geben. Nein, ihr Vogel war nicht gefunden, aber ich.
Mein Wellensittichfreund hat im Tierheim gleich Anschluss zu einem anderen Wellensittich gefunden. Die beiden werden mitgenommen, wenn ich auch eine Wohnstatt habe.
Jetzt hatte aber die Frau mit dem weggeflogenen Vogel keinen Vogelpalast. Den alten Palast hatte sie weggeräumt, weil der nicht mehr schön war und eine Türe nicht mehr schloss. Deshalb war ja auch ihr Vogel weggeflogen. In einem normal großen  Vogelhaus wollte sie mich nicht haben. Da würde ich nur hin und her hüpfen, regelmäßig, wie eine tickende Uhr. Das sei nicht gut für mich und für sie auch nicht.

Jetzt kam endlich der große Palast, aber, dann war noch eine Hochzeit in H. und sie wollte mich erst haben, wenn sie wieder hier sei, um mich zu beobachten. Als ob ich das bräuchte.
Mich wollte wirklich keiner haben. Die Frau zuerst auch nicht. Sie wollte Timbrados. Aber, ich tat ihr so leid, so unendlich leid. Jetzt hat sie für September ausgemacht, dass Timbrados doch kommen. Sie sagt, das sind Leute wie ich. Sie haben den Naturgesang von uns und werden erst seit den 1940ern in Spanien gezüchtet. Die sollen richtig schön singen. Wenn Harzer Roller die Bässe unter uns sind, seien Timbrados die Tenöre. Wer züchtet schon das, was vor der Haustüre ist? In Deutschland gibt es 50 Menschen, die Leute von uns züchten. Zu einem hat sie Kontakt. Wenn er aus dem Urlaub kommt, bringt sie Gesellschaft für mich mit.

Der Tierarzt sagt, ich sei ein Männchen. Im Tierheim war allerdings unten in dem großen Zimmer ein Kaninchen. Dem habe ich Fell wegnehmen wollen. Dann bin ich ein Weibchen, sagt die langhaarige Frau, weil ich ein Nest bauen möchte. Es können aber auch die Wellensittiche gewesen sein, die dem Kaninchen Fell wegnehmen wollten, meinte die Frau vom Tierheim. Ob ich die Kugeln, die das Kaninchen hinterlässt angepickt hätte, fragte die langhaarige. Die Dame vom Tierheim sagt, nein. Ich sage gar nichts. Das bleibt mein Geheimnis.

Jedenfalls hat sich die Langhaarige Sorgen gemacht, weil ich am ersten Abend, es war Dienstag, 15. August 2017,  nichts gegessen habe. Sie hat überlegt und mir dann so eine Stange reingehängt. Mit herrlich gutem Futter. Sie vermutet, das kenne ich von Früher her. Sie kauft diese Voll-Ei-Kräcker nur ganz selten, weil sie nicht gesund sind, sagt die Langfedrige. Was weiß die schon.
Vor dem neuen Palast, den ich habe, erschien, kaum war ich drinnen,   ein freundlicher Mann mit schöner Stimme, der lachte mich an und sprach mit mir. Ich schaute beide mit kugelrunden Augen an. Er nannte mich Kai und gab mir so meinen neuen Namen. Der Name sei für Männer und Frauen gleichermaßen, informierte der nette Mann mich. Ich mag diesen Namen.
Die beiden nehmen sich immer in die Flügel und schnäbeln. Sie mögen mich. Ich glaube, hier kann ich bleiben.
Sie sagen beide:
„Herzlich Willkommen! Du  musst nie mehr ausziehen und darfst hier alt werden.“ Wie alt ich eigentlich bin, verrate ich nicht.

Ich lebe mich langsam ein und muss auch wieder weiter fliegen.

Einen schönen Tag noch,

es grüßt fedrig,

Kai

 

1 Kommentar 22.9.17 04:54, kommentieren

Kann eine Blinde eine echte Lady sein? Erster Teil

Diese Frage versuche ich subjektiv zu beantworten. Ich selber kann nur noch den Unterschied von Tag und Nacht wahrnehmen. Als Betroffene möchte ich mich diesem Thema nach fünf Jahren bewusster Verfeinerungsarbeit annähern.

Im ersten Teil geht es darum, was eine echte Lady überhaupt ist.
Der zweite Teil befasst sich mit dem ganzheitlichen Erscheinungsbild der Lady und gibt der blinden Leserin kleine Hilfestellungen an die Hand.
Im dritten Teil werden Fallstricke erwähnt und wie diese umgangen werden können.
Der vierte und letzte Teil behandelt, was blinden Ladys schon mitgegeben sein dürfte und somit weniger hart erarbeitet werden muss.

Was macht eine echte Dame aus? Dies ist schwer zu greifen. Hier einige Denkanstöße, welche mich auf meinem Weg begleitet haben:

Marks of an Accomplished Lady - elegantwoman.org, click here. Die zehn Lady-Regeln | Lady-Blog, hier klicken.

Von welchen Autorinnen die "Ladysünden" sind, konnte ich nicht mehr recherchieren. Hier ist dieser Abschnitt ohne Quellenangabe:Was eine Lady nicht macht:
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Lästern
Eine Lady spricht "nie" schlecht über Menschen ... auch nicht, wenn diese nicht anwesend sind. Eine Lady verhält sich immer fair, ehrlich und zuvorkommend.

Auslachen
Eine Lady lacht prinzipiell "nie" über andere Menschen. Jeder Mensch kann selbst in eine dumme Situation geraten und Gefahr laufen, ausgelacht zu werden.
Alkohol
Eine Lady ist in der Öffentlichkeit "nie" betrunken, da sie weiß, dass ein Mensch in der Öffentlichkeit mindestens von sieben anderen Menschen beobachtet wird. Ein kleiner Ladyschwipps ist allerdings jeder Frau gestattet.

Essen
Eine Lady spricht oder lacht nie mit vollem Mund. Eine echte Lady schöpft bei einem Apéro oder Buffet prinzipiell nie zu viel auf ihren Teller.

Flirten:
Eine Lady lässt sich "nie" billig und stillos von einem Mann ansprechen. Eine Lady bestraft ihn eher mit stiller, aber sehr gezielter Ignoranz.

Egozentrik und Narzissmus
Eine Lady möchte nie im Mittelpunkt einer Gesellschaft stehen und nur durch ihren kurzen Minirock oder ihre offene Bluse auffallen. 

Diskretion
Eine Lady hat die gleichen moralischen Pflichten wie ein Gentleman. Eine echte Lady würde nie ihre Sex- und Liebes-Beziehungen oder ihr Flirtleben an fremde Menschen ausplappern ... sie geniesst und schweigt!

Altlasten
Eine Lady trägt keinen durchsichtigen und vollen Rucksack mit irgendwelchen Altlasten von ihren Exmännern oder negativen Erlebnissen mit sich herum. 

Verlässlichkeit
Eine Lady hält "immer" ihre Versprechen oder vereinbarten Termine pünktlich und korrekt ein!

Dankbarkeit
Eine Lady bedankt sich lieber zweimal zu viel, als einmal zu wenig.
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 Checkliste über die Basisgarderobe der Lady, Lady-blog, hier klicken. Anmerkung zur Checkliste: Eine Vollblinde Dame wird nicht unbedingt eine Hand mit Stock oder Hundeleine und die andere mit einem Schirm belegen wollen. Regenmäntel sind eine gute Alternative. Ich breche mir mittlerweile auch keinen Zacken aus der Krone, wenn ich eine Regenhose trage und sie dann in einem Rucksäckchen verstaue, wenn ich wirklich durch einen Platzregen gehen muss. Ab den Waden durchnässt zu sein, ist kein Vergnügen.

Eine blinde Lady braucht unbedingt Rückgrat und Selbstbewusstsein. Für jede wird es Schwierigkeiten geben und Abstriche, die sie machen muss, aber es gibt auch Dinge, die automatisch schon vorhanden sind, ohne, dass sich die blinde Lady darüber noch Gedanken zu machen braucht. Mehr darüber in den folgenden Abschnitten.

1.9.17 13:00, kommentieren

Kann eine Blinde eine echte Lady sein? Zweiter Teil

Wer von sich kann behaupten, eine vollkommene Dame zu sein? Dieser gratuliere ich mit sehr großer Anerkennung, höchstem Respekt und ehrlicher, tiefer Bewunderung.
Ich arbeite noch daran, denn ich war früher oft zu ungeduldig und ertappe mich heute noch beim Lästern über andere mit Freundinnen, eigentlich ein absoluter Verstoß gegen das Benehmen einer wirklichen Dame.

Was ich damit ausdrücken möchte: Eine Lady sein - immer und über all, 365 Tage im Jahr, ist eine Lebensaufgabe, welche nebenbei, im Alltag, mit Freude angenommen werden will.
Meiner Meinung nach ist es ehrwürdiger, die inneren Werte einer kultivierten und gebildeten Dame zu vervollkommnen als teure Markenkleider zu tragen. Mich hat erschreckt, was da manchmal an Respektlosigkeiten, Vorurteilen und Pauschalisierungen aus Mündern und Fingern der Damen floss, die von vielen als Ladys angesehen werden und auch so wohnen und leben.
An sich selber ständig zu arbeiten, seine Antennen auf andere Personen jederzeit so auszurichten, damit jeder in der Umgebung sich wie eine Königin oder ein König fühlen kann, ist eine sehr große Herausforderung. Auch der Paketbote soll spüren, er wird wertgeschätzt und selbst dieser kurze Besuch soll bei ihm einen guten Eindruck hinterlassen, also ein Lichtblick in seinem stressigen Tagesablauf sein.

Daneben erscheint das Organisieren der Lady-Garderobe als ein Kinderspiel. Selbst, wenn man dazu eine Begleitperson finden muss. Das ist in 99 % aller Fälle nötig. Es sei denn, man kennt die Modedesignerin. Sie will nicht, dass man in schlechter Garderobe, die nur einfach verkauft werden wollte, ihren Ruf ruiniert. Die Begleitperson muss jemand sein, der man vertrauen kann und die ein wirkliches Interesse an der Sache hat. Auch ist es vorteilhaft, mit Verkäuferinnen Termine abzusprechen. Wann sind mehrere im Laden und eine einzige kann sich ganz der blinden Kundin widmen?
Ob sich Stoffe gut anfühlen, kann man ertasten. Ob Kleidungsstücke gut passen, kann man in den meisten Fällen erspüren. Man muss sich nur darin bewegen, bücken, strecken und sitzen.

Ich erwarte von den Verkäuferinnen beim abschließenden Urteil über ein Kleidungsstück Ehrlichkeit, das kommuniziere ich auch. Es zahlt sich für die Geschäfte eher aus, mich gut zu beraten, als kurzfristigen Verkaufserfolg zu erzielen. Als zufriedene Kundin komme ich schließlich immer wieder.
In dieser Hinsicht bin ich gesegnet, mein Mann hat guten Geschmack und viel Geduld. Er möchte schließlich selber eine schöne Frau neben sich sehen. Als Blinde ist es nicht leicht, sich die Lady-Garderobe zu beschaffen, aber auch kein Ding der Unmöglichkeit. Ich möchte alle blinden Damen dazu ermutigen:
Es dauert wahrscheinlich länger, alles zu haben, was benötigt wird, hat man die Dinge aber, weiß man, wo man immer wieder Ersatz bekommt. Zu stures und dickköpfiges Suchen bringt oft wenig. Urplötzlich "finden" mich die Dinge, nach denen ich ewig gesucht habe oder ganz andere, die "einfach so" auftauchen. Öffnen sich die Antennen, um als Dame durchs Leben zu gehen, kommen auch unerwartete Einkäufe vor.
Eine Dame ist man nicht erst mit dem kompletten Erwerb der Ladygarderobe, es ist eine Sache der Ausstrahlung.

Kleine Hilfen:
Hänge zusammenpassende Outfits auf einen Bügel, oder nebeneinander.

Sortiere Dein Makeup in dünne Plastiktütchen ein. Zum Beispiel: Das Makeup für den Alltag, das Makeup für den Silberschmuck und am Abend, das Makeup zu Goldschmuck und am Abend, das Makeup für dieses und jenes Outfit.
 
Erstelle eine Datei: Beschreibe das Kleidungsstück, auch gerne mit eigenen Worten (die weiße, steife Bluse mit dem Monogramm) und schreibe die Pflegehinweise dazu.

Erstelle in einer Datei ganze Outfits:
Passende Oberbekleidung, evtl. passendes für darunter, dazu passende Strumpfhose und Schuhe. Dann noch die dazugehörigen Accessoires, Schmuck, Haarband, die Gestaltung der Frisur und das Makeup und evtl. den Nagellack. Beschreibe die Beschaffenheit des Lippenstiftes beispielsweise sehr genau. Der Lippenstift aus Metall, oben etwas abgeschrägt usw. Dies ermöglicht Dir auch noch nach einem Jahr, dieses Outfit gleich in seiner Vollkommenheit kombinieren zu können.
Gib Variationsmöglichkeiten an.
Je genauer und fröhlicher Du schreibst, umso schöner ist es, just dieses Outfit wieder auszuwählen.

Steht ein für Dich wichtiges Ereignis an, nimm die Oberbekleidung ggf. zum Ansehen ins Nagelstudio und zur Kosmetikerin mit oder lasse Dir von einer Freundin helfen.

Wenn Du für ein Outfit spontanes Lob erfährst, notiere das Outfit so detailgetreu wie möglich in dieser Datei. Schon hast Du auf die Schnelle eine Kombinationsmöglichkeit mehr an der Hand und musst nicht lange überlegen.

Wenn Du magst, notiere auch Kombinationen, die weniger gut angekommen sind. Ich merke mir diese von Haus aus schon und konzentriere mich auf die positiven Beispiele. Das ist schöner. eine Lady sein muss schließlich Spaß machen.

Hast Du gefärbte Haare, frage immer jemanden, der einen Blick dafür hat, ob Farbe und Schnitt noch in Ordnung sind. Du kannst auch regelmäßig alle sechs Wochen zum Friseur gehen. Den Schnitt kannst Du ertasten. Du erspürst selber die Haare und deren Beschaffenheit. Wenn nicht, Du wirst das Gefühl dafür entwickeln. Deine Lady-Antennen wachsen in die Tiefe.
Taste dazu vor einem perfekten Tag, wenn Du wie aus dem Ei gepellt bist oder wurdest, Dich selber vorsichtig ab und präge Dir alles genau ein. So entwickelst Du dieses Empfinden. Deine Finger sind Deine Augen, Deine Hände und Dein Gedächtnis sind der Spiegel. Du wirst Dich ganz neu begreifen, im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt allerdings auch Fallstricke, denen kannst Du abhelfen. Es passieren aber auch Dinge, die muss eine Dame gegebenenfalls hinnehmen, darüber stehen, die virtuelle Krone zurechtrücken und weitermachen. Außerdem verfügt die blinde Lady oft über Dinge, welche sie nicht erst mühsam erwerben muss. Hier kann sie völlig in sich selber ruhen und auf ihre Begabungen sowie Fertigkeiten vertrauen.

1.9.17 12:45, kommentieren